Schöne neue Welt – Cloud extrem

Schöne neue Welt – Cloud extrem

Schöne neue Welt – Daten in der Cloud speichern und von überall aus zugreifen,
bearbeiten und zur Verfügung stellen – schön wäre es!

Weltweit gibt es hierfür leider nur vier bis sechs große amerikanische Anbieter:

        • amazon mit AWS
        • Google Drive
        • Apple mit der iCloud
        • Microsoft mit Azure/One Drive/LinkedIn/Shazam

sowie die DropBox und Facebook.

Alle haben sie, wie könnte es anders sein, Vor-und Nachteile.

Zunächst einmal befinden sich deren Verwaltungszentren in den USA. Nicht nur im Ernstfall können amerikanische Behörden auf Ihre Daten zugreifen und blockieren, was in vielen Fällen bereits passiert (ist).

Ein schlecht gewählter Platz also für Firmengeheimnisse sowie Privatpersonen im Zeitalter der Corona-Krise – da läuft ganz schön viel Input in den Zentren auf. Informationen werden gesammelt und verkauft.

Diese Unternehmen bieten viele Services kostenfrei an, was auf den ersten Blick natürlich verlockend klingt.
Jedoch darf man nicht vergessen: Wenn etwas nichts kostet, sind Sie das Produkt!

Um dagegen vorzubeugen sollte man seinen Cloud-Anbieter in Europa, in unserem Fall Deutschland, haben.

Häufig genug sind in den AGBs Abtretungserklärungen eingebaut, nach denen die Rechte an den gespeicherten Daten abgetreten werden.
Besonders widerlich was Kultur und Medien sowie technisch wissenschaftliches Know-How angeht. Auf diese Art und Weise können die USA Ihren Vorsprung auf Kosten anderer ausbauen.

Kann man was dagegen tun?

Ja, ein kleiner Obulus an einen europäischen Anbeiter zu bezahlen ist fair.
Amerikanische Anbieter verlangen auch einiges an Geld wenn die Datenmengen zunehmen.

Besonders eklatant ist das Thema Werbung. Die Daten werden nach allen möglichen Kriterien ausgewertet und die Adressaten mit Werbung zugeschüttet. Häufig kann man zwischen Werbung und (Fake) Information nicht mehr unterscheiden. Darunter leidet die politische und kulturelle Eigenständigkeit.
Wohin das führt kann man in den USA heute bereits mit dem aktuellen Präsidenten verfolgen.

WIe man dagegen vorgehen kann?
Einen Anbieter wahlen, der die Daten in Europa verschlüsselt speichert, so dass sie keinesfalls ausgewertet werden können. Das könnten die Amerikaner auch, würde aber Ihren Zielen zuwider laufen.

Und jetzt die schöne neue Welt:
Haben Sie einmal probiert Fotos von einem Android Handy auf einen Apple Mac zu spielen und in Europa/Deutschland zu speichern?
Klingt einfach, ist aber kompliziert: Ein so trivialer Wunsch wächst sich zu einer IT-technischen Großaufgabe aus, bei der die meisten Menschen scheitern.
Die großen Anbieter schotten sich gegenseitig durch viele kleine Gemeinheiten voneinander ab. Die Taktik, um ja keine Kunden an den Wettbewerber zu verlieren.

Allen voran Apple. Bekannt dafür so benutzerfreundlich zu sein, aber nur in deren eigenem Universum.
Schnittstellen nach außen existieren nicht oder sind stark begrenzt, das simple Überspielen von Daten wird behindert wo es nur geht.

Microsoft steht dem mit dem neuen (seit 2014) CEO Natya Sadella in nichts nach.
Das Microsoft One Drive ist so ins Betriebssystem Windows 10 integriert, dass man kaum merkt wo jetzt die Daten liegen – im Zweifel immer in der Microsoft Cloud Azure.
Die Funktionen sind so vertrackt, dass man beispielsweise nicht Daten von Azure direkt in eine andere Cloud spielen kann. Es muss immer über den eigenen Rechner gehen und auch nicht gleichzeitig sondern immer alles nacheinander.

Über die Marktmacht von amazon
Haben Sie gewusst, dass selbst Apple, Google und Facebook Teile Ihrer Daten bei amazon speichern?
Der CEO Jeff Bezos hat jahrelang Data-Center Kapazitäten in irrsinigem Umfang aufgebaut und dann an die Firmen so günstig verkauft, dass sie nicht ablehnen konnten.
Amazon hat in den letzten Jahren kaum Geld verdient, das ist der Grund, aber der Börsenkurs stieg und stieg.

Google hat mittlerweile so viel Programmier-Macht angesammelt, dass Amerika und damit die ganze Welt sich an deren Methoden (z.B Kubernetes, ein Baukasten-System für Software) anhängen. Die alten Kämpen IBM, Oracle, Adobe sind gewissermaßen in Lizenz-Nischen verdammt, in denen sie Ihre bestehenden Kunden melken.

China hat das erkannt und eigene IT-Riesen erschaffen. Auch wenn sie technologisch weit hinter den Amerikanern zurück sind, haben sie natürlich einen riesigen Markt und überschwemmen die Welt mit billigen Handys.
Wir brauchen nicht zu erwähnen, das auf diesen Handys alle Daten in China landen.

Dagegenzuwirken ist ganz einfach – Unterstützen Sie europäische/deutsche Anbieter, die Ihnen faire und günstige Angebote machen können ohne dass Sie auf die Vorteile von Cloud-Anwendungen verzichten müssen.

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